Traumatherapeutische Verfahren

Behandlung von Schocktrauma mit SE® und Entwicklungstrauma mit NARM®

Überwältigende Lebenssituationen sowohl körperlicher als auch psychisch-emotionaler Art führen oft zu somatischen, energetischen und emotionalen Erstarrungen und Fehlbelastungen.

Diese können unter Einbeziehung von Komponenten aus dem Somatic Experiencing (SE®) achtsam wieder in die bewusste Wahrnehmung integriert und somit in kleinen Schritten aufgelöst werden.

Dies ist nach unserer Erfahrung in der Behandlung verschiedener Erkrankungsbilder ein wichtiger Bestandteil um eine nachhaltig positive Veränderung ermöglichen zu können.

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Seite der Somatic Sysprax.

Ein Trauma ist jedes Ereignis, das unsere Schutzhülle verletzt und uns mit einem Gefühl der Überwältigung und der Hilflosigkeit zurücklässt.
Traumatisierende Erlebnisse haben vielerlei Gestalt:
Verkehrsunfälle, Stürze, Operationen, zahnmedizinische Behandlungen, schwere Krankheiten, Verletzungen oder der Verlust eines nahen Menschen gehören genauso dazu wie Gewalterfahrungen, Krieg, Naturkatastrophen oder Missbrauch.

 

Grundsätzlich stehen uns in solchen Situationen drei angeborene Überlebensstrategien zur Verfügung:   Die Fluchtreflex, der Kampfreflex oder der Totstellreflex (Erstarrungsreaktion).

 

Gelingt uns die Flucht oder die Kampfreaktion, stellt sich im Organismus meist das natürliche Gleichgewicht wieder ein. Können die ersten beiden Optionen allerdings nicht erfolgreich ausgeführt werden, greift der Totstellreflex. Die zuvor bereitgestellten Energien bleiben im Nervensystem gebunden und werden nicht entladen. Beim Menschen tragen oft mentale und kulturelle erlernte Kontrollfunktionen dazu bei, die Entladung in Form der ersten beiden Reaktionsmöglichkeiten zu verhindern.

 

Diese im Nervensystem gebundene Energie nennen wir Trauma. Somit definiert Somatic Expierencing Trauma als die biologisch unvollständige Antwort des Körpers auf eine als lebensbedrohlich erfahrene Situation. Im Unterschied zu anderen Trauma-Behandlungs-Methoden arbeitet SE weniger mit dem Ereignis als Ursache des Traumas, sondern vielmehr mit der Reaktion des Körpers auf dieses Ereignis.

Wenn diese Energien nicht gelöst sind, reagiert der Organismus als würde die Bedrohung weiterhin bestehen. Die in der Gegenwart zu beobachtenden Verhaltensmuster, Reaktionsweisen, Überzeugungen, Gefühle und Gedanken der Person sind oft noch mit den erschreckenden Erfahrungen aus der Vergangenheit gekoppelt. Für die Betroffenen entstehen verwirrende, beängstigende psychische und somatische Symptome, wie Beispielsweise:
Übererregbarkeit, Ängste, Panik, Nervosität, Schlafprobleme, Wutanfälle, Erschöpfungsgefühle, Depressionen, kognitive Funktionsstörungen, das Gefühl der Fremdbestimmtheit bis hin zu chronischen Schmerzen und Bindungsunfähigkeit.

 

Wie funktioniert SE?
Mit SE wird das traumatische Ereignis körperlich und geistig neu Verhandelt. Dabei ist nicht die konkrete Erinnerung an die Situation oder das Ereignis entscheidend, sondern vielmehr die Reaktionsweise des Nervensystems, d.h. wie die physiologischen Regulationskräfte mit der auf körperebene wieder aktivierten „Bedrohungserinnerung“ fertig geworden sind.

 

Mit SE ist es möglich, ohne Inhaltoder kognitive Erinnerung zu arbeiten, wenn das Ereignis zu belastend erscheint. So wird eine mögliche Retraumatisierung  bei der Aufarbeitung vermieden, indem die im Nervensystem gebundene Energie schrittweise zur Entladung kommt.

 

Wesentliche Elemente im Heilungsprozess sind:
Ressourcenbildung, Erdung, Zentrierung, und das Nachspüren (Tracking) der Körperempfindungen, der Verhaltensweisen, Gefühle,, Gedanken, der Bilder und Bewegungen.

 

Mit SE hat der Klient die Möglichkeit Körperimpulse und Signale zu erfahren und zu erforschen, um sie im nächsten Schritt modifizieren zu können, und die belastende Trauma-Ladung in kleinen Sequenzen auflösen zu können.

…auf der tiefsten Ebene gibt es in jedem und jeder von uns einen Impuls in Richtung In-Verbindung-Sein und Heilung, vergleichbar damit, wie eine Pflanze spontan dem Sonnenlicht entgegenwächst…
(Laurence Heller, 2011)

Das Ziel des neuroaffektiven relationalen Beziehungsmodells ist alte Überlebensstrukturen  zu lösen,  um Selbstregulierung und Beziehungsfähigkeit stärken zu können.

 

Frühe traumatische Beziehungserfahrungen, wie sie die meisten von uns in größerem oder kleinerem Umfang erlebt haben, beeinträchtigen unsere Fähigkeit, mit uns selbst und mit anderen wirklich in Kontakt zu sein.

 

Werden die frühen kindlichen Bedürfnisse nach Kontakt, Einstimmung, Vertrauen, Autonomie und Liebe/ Sexualität  in der Entwicklung nicht ausreichend genährt, leiden Selbstregulierung, Identität und Selbstachtung.
Unsere frühesten sozialen Prägungen in den verschiedenen Entwicklungsphasen konditionieren als unbewusste Beziehungs-Muster unser Verhalten und unser Fühlen und Denken innerhalb von sozialen Kontexten und Beziehungen.

 

Laurence Heller unterteilt die Entwicklungstraumata in fünf, sich zum Teil auch überschneidende, Überlebensstrukturen, abgeleitet von den grundlegenden emotionalen und körperlichen Bedürfnissen des Menschen.

  1. Die Kontakt-Überlebensstruktur
  2. Die Einstimmung-Überlebensstruktur
  3. Die Vertrauen-Überlebensstruktur
  4. Die Autonomie-Überlebensstruktur
  5. Die Liebe-/Sexualität-Überlebensstruktur

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