Unsere Erfahrungen – unser Ansatz

Seit unserer Praxisgründung im Januar 2001 haben wir uns fortlaufend mit viel persönlichem und fachlichem Engagement auf die Behandlung von Kindern, die Begleitung der Eltern und Familien, sowie auf die Behandlung von Personen spezialisiert, die aufgrund lange bestehender schwerwiegender Symptome in ihrem täglichen Leben stark eingeschränkt und von der persönlichen Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sind bzw. deren Teilhabe bedroht ist.
Sowohl in der Begleitung der Kinder und Familien, als auch unserer erwachsenen Klienten ist es uns besonders wichtig, diese darin zu unterstützen, die größtmögliche Selbstständigkeit zu erreichen bzw. zu erhalten. Gerade bei Kindern ist es für uns in diesem Zusammenhang besonders wichtig, wenn notwendig, eine frühzeitige Unterstützung zu ermöglichen um auf, aus verschiedensten Gründen ausgelöste, Misserfolgserfahrungen aufbauende Selbstwertstörungen, Lernblockaden oder instabile Persönlichkeitsentwicklungen zu verhindern.
Aufgrund unserer beruflichen und persönlichen Erfahrungen und therapeutischen Ansätze können wir auch Jugendliche und junge Erwachsene sowie Personen in schwierigen Lebensphasen darin unterstützen Halt und Orientierung zu finden und (ggf. wieder) Zugang zu den persönlichen Ressourcen zu bekommen.
Die Behandlung komplexer Symptombilder mit Auswirkungen auf viele körperliche Bereiche, die oft seelisch belastend sind und die Teilhabe der betroffenen Personen am beruflichen und privaten Leben in unserer Gesellschaft zum Teil stark gefährden oder ausschließen, benötigen eine konstruktive Kooperation zwischen ärztlichen und therapeutischen Fachkräften, Kostenträgern, Ämtern und Klienten.
Aufgrund unserer Spezialisierung und unserer umfassenden und ganzheitlichen Herangehensweise können wir auch bei komplexen Symptombildern hilfreiche und weiterführende Interventionen als Unterstützung im Heilungsprozess anbieten. Von Seiten unserer Klienten und Eltern der von uns begleiteten Kinder ist es wichtig offen zu sein für einen Wechsel der Perspektiven innerhalb dieses Prozesses um bestmöglich profitieren zu können. Zudem sollten unsere Klienten die ambulanten Therapie-Termine regelmäßig und verbindlich, bei Bedarf mehrmals pro Woche wahrnehmen können.

In der therapeutischen Arbeit mit Personen mit komplexen Symptombildern, wie

  • Chronischen Schmerzen
  • in oder nach körperlich oder seelisch belastenden Lebensphasen, z.B. nach Schock- oder Entwicklungstrauma
  • nach Unfällen
  • bei Fibromyalgie
  • bei Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma
  • Asperger Austismus
  • AD(H)S
  • stabilen Verhaltensauffälligkeiten (nach Außen gehend oder auch innerer Rückzug)

machen wir immer wieder die Erfahrung, dass die Kombination von Komponenten aus den von uns angebotenen therapeutischen Verfahren und Methoden aus der Ergotherapie, dem Bio- und Neurofeedback, der Systemischen Therapie, dem Somatic Experiencing (SE®) und dem Neuro-Affektive Relationale Modell (NARM®) es unseren Klienten ermöglicht, über einen Zugewinn an Erkenntnissen in Bezug auf die Entstehung und Aufrechterhaltung der bestehenden Symptomatik und den Zusammenhang in Bezug auf prägende körperliche, seelische und vegetative Erfahrungen zu verstehen.
Aufbauend auf diesen, von Wertschätzung geprägten, therapeutischen Prozess des Verstehens entwickeln unsere Klienten neue Lösungsstrategien. Die daraus entstehende Selbstwirksamkeit verbessert darauf aufbauend den Heilungsprozess umfassend und nachhaltig.
Um diesen Gegebenheiten von unserer Seite aus gerecht zu werden arbeiten wir in unserer Praxis mit Therapeuten verschiedener Berufsgruppen zusammen. Hierzu zählen neben Ergotherapeuten, Systemische Therapeuten und Berater für Einzelpersonen, Paare und Familien, Körper- und Traumatherapeuten und Bio- und Neurofeedbacktrainer.
Mit Ärzten und anderen therapeutischen Berufsgruppen stehen wir in regelmäßigen intensiven Austausch um von unserer Seite aus dazu beizutragen, dass unsere Klienten bestmöglich für den persönlichen Heilungsprozess profitieren können.
Zudem reflektieren wir unsere Sichtweise regelmäßig im Rahmen von Einzel- und Gruppen Inter- und Supervisionen und bilden uns regelmäßig beruflich und persönlich weiter um unser Wissen auf dem aktuellen Stand zu halten. So ist es uns möglich unsere besondere Art der nachhaltig wirksamen „Therapie Hand in Hand“ für unsere Klienten zu ermöglichen und exklusiv anzubieten.

Komplexe Symptombilder setzen sich aus verschiedenen, den Menschen und seine Verarbeitungsebenen betreffenden Bereichen zusammen. Diese sind zum Beispiel die körperliche, die emotionale, die kognitive oder die systemische Ebene.

 

Lösungsstrategien die wir in unserer Kindheit und Jugend, aber auch später, beispielsweise im Zusammenhang mit dem Umgang in für uns schwierigen Situationen erlernt haben, werden von uns auch in der Gegenwart meist unwillkürlich, also nicht bewusst, abgerufen. Erfahrungen die uns körperlich oder emotional geprägt haben, werden als neuronales und vegetatives Gesamtnetzwerk bestehend aus den gemachten Erfahrungen auf allen Wahrnehmungsebenen, also körperlich, emotional, kognitiv und vegetativ in den entsprechenden Körper- und Hirnregionen abgespeichert und stehen dann für spätere Ereignisse als Erfahrungshintergrund zur Verfügung. Erlebnisse in der Gegenwart, auch wenn sie nur Teile dieses gespeicherten Netzwerks betreffen, reaktivieren unwillkürlich das Gesamtnetzwerk, was wiederrum bisherige Lösungsmuster aktiviert, ob diese aktuell hilfreich sind oder nicht.

 

So kann beispielsweise eine starke Aktivierung der Schulter-Nackenmuskulatur ursprünglich als Folge auf eine Schockreaktion wie beispielsweise einen Unfall, eine starke emotionale Belastung oder in Folge von langandauernden inneren oder äußeren Stress (Überlastung) als sinnvolle körperliche Reaktion erfolgt sein. Im Verlauf wird diese Reaktion immer wieder abgerufen, da sie als ursprünglich hilfreich abgespeichert ist. Wiederholt sich dies anhaltend, was der Normalfall in solchen Konstellationen ist, mehr oder weniger generalisiert, entsteht ein Kreislauf der zu einer permanenten Aktivierung beispielsweise der Muskulatur, der Atemfrequenz, der Herzfrequenz, der Kognition (z.B. Gedankenkreisen) oder auch vegetativ (Sympatikusaktivität) führt. Somit wird die Symptomatik immer wieder in Gang gesetzt bzw. gehalten.

Unsere spezielle Kombination der therapeutischen Methoden und die Zusammenarbeit im therapeutischen Team ermöglicht es unseren Klienten, bzw. den Kindern und deren Familien, diese von uns weitestgehend nicht bewusst ablaufenden unwillkürlichen Prozesse bewusster wahrzunehmen und darauf aufbauend neue, den aktuellen Gegebenheiten entsprechende Lösungsstrategien selbstwirksam zu entwickeln und dadurch positiv auf die bestehende Symptomatik einzuwirken.

 

Mit den Methoden der klassischen Ergotherapie und Komponenten aus der systemischen und Hypnosystemischen Therapie und Beratung, der Körpertraumaarbeit nach Peter Levine (Somatic Experiencing) und dem NARM-Konzept (nach Laurence Heller) sowie den Methoden Bio- und Neurofeedback in der Kombination ist es möglich die körperliche, die emotionale, die kognitive und die biographische Ebene gezielt einzubeziehen und somit für den jeweiligen Klienten bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Dies ist ein Weiterentwicklungsprozess welcher ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz, Engagement von Seiten der Therapeuten und Klienten sowie Zeit benötigt.

Unser Ansatz ermöglicht, neben dem ärztlichen, schulmedizinischem Ansatz zusätzliche Blickwinkel und damit eine ganzheitliche dynamische, für den Heilungsprozess oft hilfreiche Herangehensweise unter Einbeziehung Alltagsrelevanter Wirk- und Handlungsebenen.

 

So lässt sich, im Rahmen eines therapeutischen Prozesses in unserer Praxis beispielsweise erarbeiten in welchen Lebensphasen z.B. Trauer eine angemessene Reaktion gewesen wäre aber eventuell aufgrund der Kontextsituation nicht gelebt werden konnte. Oder inwieweit für das Überleben notwendige aktivierte Ressourcen (körperlich, kognitiv, emotional) beispielsweise in Folge eines Unfalls oder einer als Grenzüberschreitend erlebten Situation, nicht ausreichend wieder abgebaut werden konnten, weil es nicht möglich war.

 

Damit wird eine weitere Perspektive beispielsweise auf eine aktuelle depressive Verstimmung, oder, wie im zweiten Beispiel, auf eine mögliche Überlastungsreaktion, Angstproblematik oder eine Posttraumatische Belastungsreaktion (PTBS) ermöglicht.

…ermöglicht uns beispielsweise bei AD(H)S, Asperger Autismus, Migräne oder bei verschiedenen chronischen Erkrankungen erfolgreiche Therapieverläufe. Mit verantwortlich für diesen Erfolg ist, nach unserer Erfahrung, das es speziell dass SCP-Neurofeedback ermöglicht, die im Rahmen der Symptomatik bestehenden Schwierigkeiten innerhalb der Umschaltprozesse von kognitiven (neuronalen) Ruhe- in Aufmerksamkeitsnetzwerke zu trainieren.

 

Für die situationsgerechte kognitive Aktivierung, beispielsweise bei der konzentrativen Zuwendung, die notwendig ist, um aktiv Lernen oder sich anderen Personen kommunikativ zuwenden zu können, bedarf es dieser adäquaten Umschaltung vom kognitiven Ruhe- ins Aufmerksamkeitsnetzwerk. Und umgekehrt, um eine angemessene Regeneration sowie die Verarbeitung neuer Informationen zu ermöglichen, wiederrum auf kognitiver, emotionaler und körperlicher Ebene.

 

Diese Umschaltprozesse werden von den sogenannten langsamen kortikalen Potentialen (slow cortical potentials) gesteuert und können über das SCP-Neurofeedback, welches wir anbieten, trainiert werden. Eine Verbesserung der Nutzung der SCP’s hat erfahrungsgemäß positive Auswirkungen z.B. auf:

  • Verbesserung der zielgerichteten Aufmerksamkeit bei AD(H)S und anderen Konzentrationsschwierigkeiten
  • Verbesserung der allgemeinen Entwicklung und der Fein- bzw. Graphomotorik
  • Verbesserung der Eigen- und Fremdwahrnehmung und der sozialen Kompetenzen z.B. auch bei Asperger Autismus
  • Verbesserung der emotionalen Stabilität z.B. bei affektiven Erkrankungen, depressiven Symptomen oder auch bei bereits lange bestehenden (chronischen) Symptomen als Grundlage für weitere therapeutische Prozesse

…wird es möglich, bisher nicht wahrgenommene Zusammenhänge zwischen bestehenden Symptomen und vegetativen, unwillkürlich ablaufenden Prozessen wahrnehmbar und damit für einen positiven Therapieverlauf nutzbar zu machen. Wenn beispielsweise in der Folge einer Fibromyalgie oder einer chronischen Schmerzsymptomatik einzelne Muskeln oder Muskelgruppen über einen längeren Zeitraum stark aktiviert, also angespannt, waren oder sind, werden Deaktivierungszustände, also Entspannung, dieser Muskeln subjektiv als entspannt wahrgenommen, weil, im Vergleich zur noch stärkeren Anspannung eine Reduzierung des Aktivierungsniveaus erreicht wurde. Objektiv, so unsere Erfahrung, ist allerdings noch keine ausreichende Entspannung eingetreten, die es ermöglichen würde, z.B. in den Muskeln befindliche Stresshormone abzubauen und damit der bestehenden (Schmerz-) Symptomatik entgegenzuwirken.

 

Dies ist aus unserer Erfahrung ein Grund dafür, warum grundsätzlich sehr sinnvolle Entspannungstrainings wie die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen (PMR), Yoga oder Autogenes Training oft nicht die erhoffte Wirkung erzielen. Nachdem die Klienten, unterstützt durch Biofeedback, (wieder) lernen, tatsächliche Entspannung wahrzunehmen und im weiteren Verlauf Selbstwirksam herbeizuführen, erreichen klassische Entspannungstechniken eine wesentlich höhere Wirksamkeit. Durch Wiederholung dieser Erfahrungen im Rahmen des therapeutischen Prozesses, in Verbindung mit einem adäquaten Transfer in den Alltag, lassen sich diese neuen Lösungsmuster durch eine Art „Überschreibung“ bisheriger, weniger hilfreicher Lösungsansätze des jeweiligen Klienten nutzbar machen und stehen im weiteren Verlauf statt der bisher Symptomerhaltenden Lösungen jetzt Symptommindernd über das unwillkürliche System, und damit sehr wirksam, zur Verfügung.

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